Mehr Karrierechancen durch Studium neben dem Beruf

Praktische Ausbildung ist ein erster Schritt in die Arbeitswelt. Der zweite kann ein Studium neben dem Beruf sein. Akademische Laufbahn verspricht Aufstieg in interessante Stellen und zu besseren Gehältern.

Für viele junge Menschen verläuft der Weg von der Schule in die Arbeitswelt gradlinig: Abitur, Studium, in den Semesterferien das eine oder andere Praktikum, dann ein „training on the job“ und schließlich die erste Festanstellung. Andere bescheiden sich zunächst mit einer praktischen Berufsausbildung und entwickeln erst später mehr Ehrgeiz und das Interesse, noch Neues zu lernen. Sie werden in einem Studium neben dem Beruf die Chance zum Aufstieg auf der Karriereleiter und in höhere Gehaltsklassen sehen.

Ohne akademischen Abschluss bleibt der Zugang zu vielen interessanten Stellen in Büros, Laboren und Werkshallen versperrt. Selbst aufgeschlossene, begabte und hoch motivierte Kräfte erreichen schnell das Ende ihrer Möglichkeiten am Arbeitsplatz, wenn ihnen der theoretische „Unterbau“ unter ihrem Fachwissen fehlt. Bei einem sowohl staatlich als auch von privaten Trägern gesteuerten riesigen Weiterbildungsangebot ist Reue über ein verpasstes Studium allerdings nicht angebracht. Wer Ausdauer und Disziplin in ausreichendem Maße mitbringt, kann die wissenschaftlichen Abschlüsse wie Diplom oder Magister, Bachelor oder Master auch noch erwerben, wenn er im erlernten Beruf längst gut etabliert ist. Die Stelle muss man dafür nicht aufgeben – ein Vorteil vor allem für diejenigen, die bereits eine Familie gegründet haben und die finanzielle Sorge für die Lieben nicht einfach dem Partner oder der Partnerin überlassen können. Das Studium neben dem Beruf absolviert man an einer Fernuniversität, einer Fern-Fachhochschule oder einer Akademie, deren Abschluss staatlich anerkannt ist. Personal- oder Marketing-Fachkraft, Chemielaborant oder Kfz-Mechatroniker – für sie alle und viele andere gibt es Angebote zur einer solchen Qualifizierung.

Das Studienmaterial zum selbstständigen „Durchackern“ am Feierabend und an den Wochenenden bringen Postboten ins Haus; den Kontakt zu Professoren, Dozenten und Studienkollegen ermöglichen in den meisten Einrichtungen regelmäßige Präsenzphasen, und Lernerfolge werden durch Prüfungen nachgewiesen. Nach jahrelangem Mühen erhalten die erfolgreichen Absolventen das begehrte Zeugnis und die Urkunde, die den Erweb des akademischen Grades bestätigt.